Weihnachtsfeiertage im Wallfahrtsort mit lebendiger Krippe

Erschienen in: Landesinnere Kroatiens
Erschienen am: 04.12.2008

In Aljmaš, dem bekannten Wallfahrtsort der Mutter Gottes im Osten Kroatiens, wird das zweite Mal in Folge eine lebendige Krippe organisiert. Das Programm findet an Heiligabend, am 24. Dezember, am 26. Dezember und an Feiertag der
Heiligen Drei Königen, am 6. Januar 2009, statt. Die Krippe, in der das Jesuskind nach seiner Geburt im Stall in Betlehem liegt, ist einer der häufigsten Weihnachtsdekors. Auch wenn der Brauch, eine lebendige Krippe darzustellen, schon ca. zweitausend Jahre, und in einigen europäischen Städten sogar einige Jahrhundert alt ist, ist dieser Brauch aufgrund von geschichtlichen Umständen in Kroatien ein neuerer Brauch. Die erste lebendige Krippe wurde vor einigen Jahren vor der Zagreber Kathedrale aufgestellt, danach in Osijek, und seit letztem Jahr auch in Aljmaš, dem Wallfahrtsort der Mutter Gottes der Zuflucht. Das Gebiet um Aljmaš ist am meisten für den Wallfahrtsort der Heiligen Mutter Maria bekannt, und so will man auch mit dem Projekt der lebendigen Krippe die geistliche Dimension der Weihnachtsfeiertage betonen.

Die erste lebendige Krippe wurde im vergangenen Jahr mit der Hilfe von ca. 50 Volontären und Spendern organisiert, und zwar unter dem Motto Folgt dem Weihnachtsstern nach Aljmaš. Außer dem Spektakel der lebendigen Krippe auf dem Brüder-Radic-Platz vor der Wallfahrtsstätte werden auch Ausstellungen für handgemachte Gegenstände, Stände mit Weihnachtssüßigkeiten, eine Werkstatt für die Herstellung von Adventschmuck aus Stroh, Darstellungen alter Bräuche usw. organisiert. Für eine vollkommene Atmosphäre werden auch Konzerte in der Kirche stattfinden. Außer der Betonung der geistlichen Dimension dieser Feiertage wird auch das Ziel verfolgt, ein Veranstaltungsangebot zu schaffen, das die Gäste nicht nur zu diesem Anlass, sondern das ganze Jahr über in dieses Gebiet locken wird. Die Vorbereitung dieser Veranstaltung wird durch Zusammenarbeit zwischen der Agentur für lokale Demokratie, der Touristischen Zentrale für Tourismus der Gemeinde Erdut, der Gemeinde Erdut und dem Pfarramt Aljmaš realisiert. IM Verlauf der Geschichte sind im Gebiet um Aljmaš drei Kirchen bekannt geworden, die erste aus dem Jahre 1697, die zweite aus dem Jahre 1708 und die dritte aus dem Jahre 1846. Aljmaš wird 1704 zum Wallfahrtsort. Der Jesuitenorden gründet im selben Jahr ein Sanktuarium der Mutter Gottes, nachdem er eine Statue der Mutter Gottes aus Lugo (Laško) Baranja nach Aljmaš gebracht hat. Aljmaš bekam im Jahre 1807 ein Pfarramt. 1857 schenkt Bischof Strossmayer der Wallfahrtsstätte Aljmaš eine neue (die heutige) Statue der Mutter Gottes, die in Wien angefertigt wurde. Im Laufe des Heimatkrieges wurde die Statue der Mutter Gottes nach Osijek gebracht. Im Jahre 1998 wurde die Statue zurück nach Aljmaš gebracht, und im Jahr darauf begannen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Kirche, der vierten in drei Jahrhunderten des Bestehens der Wallfahrtsstätte in Aljmaš. Sie wurde im Jahre 2004 fertig gestellt und getauft, genau im Jahr, in dem diese Wallfahrtsstätte 300 Jahre besteht. Im Jahre 2006 wurde auf dem Hügel über Aljmaš im Rahmen der Kalvarija – die 1726 von Jesuiten errichtet wurde, aber
die im Laufe der Geschichte abgerissen und vernichtet wurde – ein 480 Meter langer Kreuzweg gebaut und gesegnet, der mit Betonwürfeln verkleidet ist. Es wurden 14 große Kreuze aus Eiche, neben denen sich Marmorplatten mit angemessenem Text befinden, aufgestellt. Der Ausbau der Wallfahrtsstätte Aljmaš wurde im Jahre 2007 vollständig beendet, als ein Pilgerbereich, zahlreiche Beichtstühle, ein Raum für Pilger, eine Kapelle, ein Saal, ein Souvenirgeschäft sowie eine Toilette errichtet wurden. Auch die ganze Umgebung um die Wallfahrtsstätte herum wurde eingerichtet und mit
Pflastersteinen bepflastert, es wurden Hecken und Blumen gepflanzt. Dieser Wallfahrtsort ist ein häufiges Ziel für Pilger und eines der bedeutendsten kroatischen Wallfahrtsorte, der pro Jahr von ca. 100.000 Gläubigen, am zahlreichsten an Maria Himmelfahrt am 15. August, besucht wird. Das Dorf Aljmaš wird zum ersten Mal in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erwähnt, sein Name stammt vom ungarischen Wort Alma, was Apfel heißt. Das Dorf ist für seinen Dorf-, Jagd- und Angeltourismus bekannt.
 

Quelle: press.croatia.hr

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Osijek – In Gesellschaft mit einem Panduren und einer Dame aus dem 19. Jahrhundert

Erschienen in: Landesinnere Kroatiens,Urlaubsregionen Kroatien
Erschienen am: 08.05.2007

In der Stadt Osijek im Osten Slawoniens wird die Geschichte lebendig. Touristen werden bei ihrem Besuch von einem Panduren und einer Dame aus dem 19. Jahrhundert begrüßt und mittels Prospekten und Erzählungen mit einem bisher unbekannten Teil der Osijeker Tradition bekannt gemacht. Der Prospekt über Osijeker Panduren enthält alle notwendigen Informationen über die bewaffneten Leibwächter kroatischer Edelleute, ihre Aufgaben und Bräuche, aber auch wo und wann man in der Stadt auf einen der kostümierten Führer treffen kann. Das Pandur-Kostüm ist eine genaue Replik der alten Uniform, die man im Slawonien-Museum sehen kann. Das Damenkostüm ist einem original bürgerlichen Kleid vom Ende des 19. Jahrhunderts nachempfunden. Im Museum findet sich noch eine weitere interessante Geschichtsquelle mit dem Titel „Dienstanweisung für den Wachmann“ aus dem Jahr 1887. Der Tourismusverband der Stadt Osijek, der diese neue Stadtpräsentation verwirklichte, veröffentlicht außerdem einen Prospekt über die Osijeker Straßenbahn, die älteste Straßenbahn Europas, die unlängst wieder für den Personentransport hergerichtet wurde. Weiterhin wird eine Antiquitäten- und Fiakermesse das touristische Angebot der Stadt Osijek bereichern.

Quelle: Kroatische Tourismuszentrale

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Winter in der Baranja

Erschienen in: Landesinnere Kroatiens,Urlaubsregionen Kroatien
Erschienen am: 29.01.2007

Zwischen Drau und Donau erstreckt sich die Baranja, eine weite, bäuerliche Landschaft, die in beiden Flusstälern eine der größten natürlichen Auenlandschaften Mitteleuropas bewahrt hat. Das Spezifische an der Baranja sind vor allem ihre traditionellen gastronomischen Spezialitäten: Kulen, Wurst, Schinken, Grieben und zahlreiche andere Delikatessen, aber auch die Qualität der Weine in den vier registrierten Weingebieten Erdut, Fericanci, Baranja und Djakovo wird immer mehr hervorgehoben. Um die erwähnten Weinregionen den Touristen vorzustellen, bietet die Gespanschaft Osijek-Baranja erstmalig ein Projekt an, das traditionelle Weinverkostungen auf den Weinstraßen mit anderen touristischen Attraktionen verbindet. Begonnen wird der Ausflug in Bilje im Schloss Eugens von Savoyen im äußersten Nordosten des Landes an der Grenze zu Ungarn und Serbien. Weiter geht es zu einer unumgänglichen Perle der Baranja, dem Naturpark Kopacki Rit, wo die Touristen eine Bootsfahrt unternehmen und kurze Lehrfilme über den Reichtum dieses ornithologischen Reservates anschauen können. Darauf folgt die Besichtigung einer Försterei in den nahe gelegenen Wäldern von Tikveš mit einem umfangreichen Jägerfrühstück aus Schinkenspeck und Würsten vom Grill, gekochtem Wein und Rakija. Anschließend folgt ein Besuch der Weinstraße in Zamjevac, wo die Touristen etwa zehn verschiedene Sorten Qualitätsweine kosten können; und schließlich noch ein Besuch in Suza zu einem traditionellen Baranja-Mittagessen aus Fischpaprikasch. Auch die anderen genannten Weingebiete bieten ein ähnliches Angebot mit etwas anderen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.

Quelle: Kroatische Tourismuszentrale

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Croatia Blog - 27.03.2016
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